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Zweck des am 10. Dezember 2008 in Eichhofen gegründeten Vereins ist die Instandsetzung, Erhaltung und Erforschung der zwar denkmalgeschützten aber akut vom Verfall bedrohten Burgruine Loch durch ideelle und materielle Förderung des Objektes. Dabei soll das Interesse der Allgemeinheit an diesen und ähnlichen Bau­werken geweckt und historisches Denken gefördert und bewahrt werden.

Der Verein ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Regensburg eingetragen.


1. Vorsitzender:               Michel-Andreas Schönharting
2. Vorsitzender:               Heinrich Huber
Kassier:                            Helga Gschwendner
Schriftführer:                   Rudi Neuert
Beisitzer:                         Dr. Thomas Feuerer
Beisitzer:                         Alfred Lang


Dr. Andreas Boos
Dr. Adolf Eichenseer †
Kurt Hetzenecker
Karl Hoibl
Joseph Karl
Josef Lennert
Günter Naumann
Jan Neidhard
Franz Schmaus
Dieter Schwaiger


Die Satzung wurde am 10. Dezember 2008 von 37 Gründungsmitgliedern unterzeichnet und in der Mitgliederversammlung am 18. November 2009 ergänzt.


Satzung.pdf


Die Mitgliedschaft steht allen an der Instandsetzung und Erhaltung der denkmalge­schützten Burgruine Loch interessierten natürlichen und juristischen Personen offen, die durch ihren finanziellen und ideellen Beitrag bereit sind, im Sinne des Vereins­zwecks zu wirken.

Laut Beschluss der Gründungsversammlung am 10. Dezember 2008 beträgt der Jahresbeitrag der Mitglieder 12 Euro pro Jahr.

Der Antrag zur Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu richten.


Mitgliedsantrag.pdf



Bild: Norbert Schwaiger, UndorfIm Tal der Schwarzen Laber steht eine der seltsamsten Burgruinen Bayerns. Sie besteht zum Teil aus Höhlen in einer senkrecht aufsteigenden Felsenwand. Diese Höhlen dienten einmal zu Wohn- und Wehrzwecken des Burgherrn. Die Burg Loch war, wie der Name verrät, eine der in Bayern ganz seltenen Höhlenburgen. Der weithin sichtbare runde Bergfried dominiert den Hügel und bildet mit Eichhofen ein beeindruckendes Ensemble.


Die Burganlage besteht aus einem älteren Kern mit ausgemauerten und miteinander verbundenen Höhlen. Diese bilden die eigentliche Höhlenburg. Wann sie errichtet wurde, ist nicht bekannt. Sie wird erstmals im späten 13. Jh. im Besitz eines Adeligen namens Hugo von Loch erwähnt. Im 14. Jh. kam die Höhlenburg in den Besitz der Rammelsteiner, die sich nun nach der Burg benannten. Die Rammelsteiner waren ein altes Rittergeschlecht, das bereits im 12. Jh. in der Gegend ansässig war. Sie erlangten im späten Mittelalter hohe Ämter im Dienst des bayerischen Herzogs. Vermögend wurden sie durch die Errichtung eines Eisenhammers zu Füßen der Burg, den sie an einen Hammermeister verliehen. Vermutlich waren es die Rammelsteiner, die die alte Höhlenburg zu einer repräsentativen Anlage mit doppeltem Mauerring, Bergfried, einem an die Felswand angebauten Palasgebäude und mit einem befestigten Eingangstor ausbauten. Die Burg diente zum Schutz des Eisenhammers, aber auch zur Repräsentation der Macht der Burg- und Hammerbesitzer. Der bedeutendste Ritter aus dem Geschlecht der Rammelsteiner hieß Jakob Rammelsteiner von Loch.


Grundriss: nach KdB StAH 121 Abb. 84Erhalten sind heute noch der 22 m hohe imposante  Bergfried, der mit seiner Mauerkrone knapp die Höhe der Felswand erreicht, ferner  Reste der Ringmauer sowie eine Wand des ehemaligen Wohngebäudes. An die alte Höhlenburg erinnern das verzweigte Höhlensystem mit Gängen und einem großen Höhlenraum, der früher zu einem Raum ausgemauert und mit Fenstern versehen war. Von dieser Höhle aus hat man einen herrlichen Blick auf Eichhofen mit dem ehemaligen Eisenhammer. Leider ist das Betreten der Burg aus Sicherheitsgründen zur Zeit nicht gestattet.


Da die Burgruine Loch seit 1988 herrenlos ist, gestaltet sich die Sicherung und die Konservierung der erhaltenen Reste äußerst schwierig. 1989/90 konnte mit Unterstützung der Gemeinde und des Landkreises zumindest die in Teilen eingestürzte Wehrmauer gesichert werden. Die Konservierung der erhaltenen Nordwandfragmente des Palas sowie weiterer Bereiche der hangseitigen Wehrmauer bedarf in Kürze weiterer Anstrengungen, um die in unserem Bereich einzigartigen Reste der einstigen Höhlenburg auch für die Zukunft anschaulich zu erhalten. Herrenlos zu sein ist das härteste Los, das ein Denkmal treffen kann! Seit den späten ´80er Jahren bemühen sich die Gemeinde Nittendorf und der Freistaat Bayern darum, den Verfall der Burg aufzuhalten. Da die äußere Burgmauer absturzgefährdet ist und eine Gefahr für die darunter liegenden Häuser darstellt, wird zur Zeit ein neuer gemeinsamer Versuch unternommen, um dies einzigartige Burgendenkmal zu sichern.


Pfistermeier, Ursula: Burgen und Schlösser der Oberpfalz, Regensburg 1988, S. 135

Boos, Andreas: Burgen im Süden der Oberpfalz. Die früh- und hochmittelalterlichen Befestigungen des Regensburger Umlandes (Regensburger Studien und Quellen zur Kulturgeschichte 5), Regensburg 1998, S. 429-432

Schwaiger, Dieter: Die Burgruine Loch bei Eichhofen im Tal der Schwarzen Laber (Weltenburger Akademie Schriftenreihe 2.25), Abensberg 2007


Die nachfolgenden Bilder stammen von Franz Schmaus, Loch (© 2009)



































 
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